home2
Lienie gerade
News
new_33

Unser Rudel ist größer geworden. Herzlich Willkommen Justin!

new_33
Lienie gerade
Der Ursprung

Der Ursprung des Husky

Um Hunde richtig zu verstehen und die richtige Einstellung ihnen gegenüber zu bekommen, ist es hilfreich, einen Ausflug in ihre Entwicklungsgeschichte zu unternehmen.

Durch verschiedene Forschungsergebnisse namenhafter Verhaltensforscher gilt heute als erwiesen, daß der alleinige Stammvater des Hundes der Wolf ist.

Andere Hundeartige wie Goldschakal und Kojote waren nicht an seiner Entstehung beteiligt. Dafür spricht z.B.. die Ähnlichkeit der Gehirne von Wolf und Hund im Vergleich.

Auch bei der Mimik, dem Gesichtsausdruck, gibt es zwischen Wolf und Hund viele Übereinstimmungen, wenn gleich die des Wolfes viel differenzierter ist. Außerdem paaren sich in Freiheit nur Wolf und Hund miteinander, nicht aber Hund und Goldschakal beziehungsweise Hund und Kojote.

Die Geburtsstube des Wolfes

Die Welpen kommen in einer Höhle zur Welt. Die ersten zehn Wochen, die sie meist im Bau verbringen, werden sie gesäugt. Um das Futter für die Mutter und später auch für die Kinder kümmert sich in den ersten Tagen der Vater.

Dann übernehmen auch andere Rudelmitglieder diese Aufgabe. Sind die Welpen ein Vierteljahr alt, beginnen sie, kleine Ausflüge zu unternehmen. Dabei werden sie immer von einem erfahrenen Aufpasser begleitet. Sie lernen im Welpenalter, sich in das Rudel einzufügen, sowie Regeln und Ranghöhere Tiere zu respektieren. Im Gegensatz zum Hund lassen sich Wölfe vom Menschen nur bedingt zähmen. Nur wenn ein Wolfswelpe schon sehr bald nach seiner Geburt engen Kontakt mit Menschen hat, gelingt dies. Eine Bindung an den Menschen ähnlich der eines Hundes entsteht jedoch nicht. Der Wolf bleibt ein Wildtier, das eine angeborene Scheu vor dem Menschen hat.

Diese Scheu zeigen Hunde wenn sie verwildert und ohne jeden menschlichen Kontakt aufwachsen, also nicht auf den Menschen geprägt wurden. Zu Unrecht hat der Wolf heute noch bei den meisten Menschen ein sehr schlechtes Image. Im Gegensatz zum "scharfgemachten" Hund greifen Wölfe Menschen nur an, wenn sie in die Enge getrieben werden. Generell sind sie Unbekannten gegenüber sehr vorsichtig und fliehen lieber.

Der Wolf im Husky

Entgegen früherer Spekulationen, gilt es heute als erwiesen, daß alle der uns bekannten ca. 400 Haushundrassen, auf ein und dieselbe Stammform zurückgehen; den Wolf. Vergleiche der Hirnmassen und des Verhaltensrepertoires von Haushunden und den drei bisher diskutierten möglichen Stammformen - Goldschakal, Kojote und Wolf - und zusätzlich neuerdings auch genotypische Untersuchungen lassen keinen Zweifel mehr zu. Was Wolfsliebhaber schon immer "gewußt" haben, wird nun also auch von der Wissenschaft getragen.

Wer sich mit dem Verhalten von Hunden befaßt, tut gut daran, sich auch mit den Verhaltensweisen ihrer wildlebenden Ahnen auseinander zu setzen. Ein wirkliches Verständnis der Spezies Hund wird ohne ein gewisses Grundwissen über die Ethologie des Wolfes nicht möglich sein. Das bedeutet nicht, daß jeder potentielle Hundebesitzer ein Experte auf dem Gebiet der Ethologie werden muß.

Er sollte jedoch grundlegendes verstanden haben, um später aufkommende Kommunikationsprobleme zu vermeiden. Das Verhalten des Hundes, wie wir ihn heute kennen, ist laut Zimen (Wölfe und Königspudel) von rassespezifischen Schwankungen einmal abgesehen zu 64% mit dem des Wolfes identisch. Der Rest ist mehr oder weniger verändert (23%) oder fehlt ganz (13%).

Phänotyptisch hat sich, durch den starken Selektionsdruck der auf den einzelnen Rassen lastet, teilweise sehr viel verändert - wer erkennt schon angesichts seines Äußeren, beim Chihuahua oder beim Mops noch den Wolf im Hund. Beim Verhalten fallen da Rückschlüsse auf die Stammform sehr viel leichter. Nicht nur den Wolf sollte der Halter von Hunden immer im Hinterkopf behalten. Auch Rassenbedingte Besonderheiten müssen unbedingt berücksichtigt werden. So wird sich der Terrier anders verhalten als der Hütehund, dieser wieder anders als der Herdenschutzhund, der wiederum andere Eigenschaften hat als ein Windhund. Hier hat sich im Laufe der Zeit das ursprüngliche Verhalten des Wolfes - mehr oder weniger stark - an die speziellen Lebensumstände von Hund und Mensch angepaßt. Bestimmte Verhaltensweisen wurden verstärkt, andere abgeschwächt und einige verschwanden völlig.

Übertreiben sollte man den Perfektionismus sicherlich nicht. Es reicht wie bereits erwähnt ein solides Grundwissen über das Verhalten wildlebender Kaniden und gründliches Informationensammeln über den Siberian Husky um einen guten Start in das Leben mit Hund zu haben. Informationen über den Husky findet man genügend. Es gibt Bücher, Vereine und Züchter helfen gerne weiter und auch Hundehalter die schon Erfahrungen mit dieser Rasse haben, geben ihr Wissen gern an Neulinge weiter. Erstes Kriterium sollte jedoch immer Verhalten und nicht das Aussehen des Siberian Huskys sein.

Der Siberian Husky ist ein sozial lebender Beutegreifer mit hierarchischer Rudelstruktur - ein domestizierter Wolf - dessen Verhalten sich über die Jahrtausende den menschlichen Bedürfnissen angepaßt hat. Je nachdem welchen Einsatzbereich, tendiert das Verhalten in die eine oder andere Richtung.

zurück home
Google